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Shivendra – Kind der Sternen-Nacht

Shivendra das Kind der Sternen-Nacht

Der Mond leuchtete die Nacht taghell. Im schwarzen Himmel funkelten Millionen Sterne. Ein Lichtstrahl schien auf das kleine Häuschen am See inmitten des Waldes. Leise raschelten die Blätter der Bäume, die sanft vom lauen Wind zum Tanzen angeregt wurden. Eine Eule gab mit ihren Lauten den Takt der Musik an, in den die anderen Tiere des Waldes mit einstimmten. Angenehm war es und die Nacht lud dazu ein, stundenlang am silbrig schimmernden See zu sitzen und dem Klang zu lauschen.

Doch in dem Häuschen war nichts von der Harmonie des Waldes zu spüren. An diesem Abend leuchteten ein paar Kerzen mehr. Aufregung herrschte, jedoch keine Unangenehme. Vielmehr eine erwartungsvolle Spannung. Mit Geschichten aus mehreren tausend Jahren Elfenleben versüßte eine alte Nachtelfe die aufregende Wartezeit.
„Es ist soweit!“ kündigte Erifelle an. Sie war hochschwanger. Alle Anwesenden waren sofort einsatzbereit. Mit der Erfahrung der alten Nachtelfe breitete sich Gelassenheit aus. Nicht einmal eine Stunde später erblickte ein neues Nachtelfenleben das Licht der Welt. Shivendra sollte ihr Name sein.

Es wurde ruhig. Die Harmonie des Waldes dieser Nacht kehrte nun auch ins Haus ein. Erifelle hielt Shivendra in ihren Armen und schaute träumend aus dem Fenster. Der Mond streichelte der kleinen Nachtelfe übers Gesicht. Das erste Mal öffnete Shivendra nun ihre Augen. Tausend Sterne spiegelten sich darin und verzauberten jeden, der ihr ins Gesicht schaute. Ihre Mutter küsste sie auf die Stirn und die Müdigkeit holte nun auch die letzten Beiden in die Traumwelt. In den Armen und am Herzen der Mutter schlief Shivendra ein und Erifelle auf der bequemen Liege.

(_…~*~…_)

Die Zeit verging wie im Fluge. Shivendra wuchs heran und bereitet ihren Elten Tag für Tag viel Freude. Schon recht früh zeigte sie Interesse für die Natur, die sie umgab und hatte augenscheinlich eine wundervolle Beziehung zu den Tieren des Waldes. Sie unterhielt sich mit ihnen und sie schienen Shivendra auch zu verstehen. Immer wieder berichtete Shivendra ihren Eltern, dass sie sich mit den Vögeln, Katzen, Bären und sogar mit den Fischen im silbrigen See unterhalte und diese ihnen Geschichten erzählten.

Anfangs dachten Ihre Eltern, dass dies wohl bald vorüber ginge, doch das tat es nicht. So suchten sie sich Hilfe beim Elfenrat im benachbarten Dorf. Ihre Bedenken wurden schnell zerstreut. Ein weiser Nachtelf erklärte ihnen, das Shivendra eine besondere Gabe besitzt. Eine Gabe, die vielen Nachtelfen mit der Zeit verloren ging. Sie sei von Elune auserwählt eine Druiden zu werden. Mehr als andere Nachtelfen, stehen Druiden mit der Tierwelt in einem besonderen Kontakt. Nur dadurch ist es ihnen auch möglich, die richtige Ausbildung vorausgesetzt, sich in bestimmte Tierformen zu verwandeln. Shivendra hat diese Gabe.

Beruhigt über dieses Wissen, freuten sich Shivendras Eltern mit ihr und unterstützten sie auf ihrem weiteren Weg.
Dann wurde es Zeit, dass Shivendra auf eigenen Beinen stehen sollte. Mit Wehmut und Zuversicht verabschiedeten sich Shivendra und ihre Eltern in der Gewissheit, sich jederzeit wiedersehen zu können.

Mit einem Beutel und Proviant ausgestattet zog Shivendra hinaus in die Welt. Von Dorf zu Dorf und auch in einige Städte verschlug es sie. Sie lernte viel und eignete sich nach und nach mehr Wissen an. Mit Stolz erlernte sie die besonderen Fähigkeiten einer Druidin, die ihre Gabe voll entfalten ließen. Jetzt konnte sie nicht nur mit Bären, Katzen oder Wasserwesen reden, sondern sich auch in ihre Form verwandeln.

Leider stellte sich aber auch heraus, dass nicht alle Tiere so zugänglich und freundlich waren, wie die aus ihrer Heimat. Ihre Druidenlehrer hatten sie gewarnt und darauf vorbereitet, sich vor diesen Geschöpfen in Acht zu nehmen und sich gegebenenfalls auch zur Wehr zu setzen. Oft waren es durch Magie verseuchte oder besudelte Wesen, die ihre Bösartigkeit entfalteten. Kreaturen, die keiner Elfe oder keinem Tier mehr ähnlich waren.
Die Welt war nicht nur gut. Das wusste sie nun und lernte zu erkennen, wann was zu tun sei und wann sie sich lieber ihrer Fähigkeiten besinnen sollte, um schleichend den Rückzug anzutreten.

Auf ihrem Weg durch die Welt lernte sie aber auch neue Freunde kennen. Das waren zuerst die Menschen und kurz darauf auch die Gnome und Zwerge. Sie mochte sie, obwohl ihr die Gnome etwas eigenartig erschienen. Zwar stellten sie das eine oder andere lustige Ding her, aber andererseits zerstörten sie ihre liebgewonnene Natur mit ihren Wunderwerken.

Wie dem auch sei, die Freunde der Allianz eilten immer zur Hilfe und darauf kam es an. Zusammen drängten sie den einen oder anderen Feind zurück.
In den Städten bemerkte sie irgendwann, dass viele ihrer Schwestern und Brüder sich mit anderen Freunden der Allianz zu Gilden zusammen schlossen. Das tat auch Shivendra und unterstützt seit einiger Zeit die „Defender of the Alliance“. Zwar kann sie noch nicht an die Erfolge der altehrwürdigen Verteidiger heranreichen, doch sie ist stets bestrebt von ihnen zu lernen. Bald wird der Tag kommen, Seite an Seite mit ihren Verbündeten, gegen mächtige Gegner zu kämpfen.

4 Kommentare zu: Shivendra – Kind der Sternen-Nacht

  • Nelvin

    Bernd, du bist ein echt genialer Geschichtenschreiber! MAl wieder dickes GZ!

  • Talenia

    WOW! *träum* eine sehr schöne Geschichte.Ich bewundere dich und deinen Schreibstil, welcher meiner Meinung nach gewählt und einzigartig ist. Ich freu mich jetzt schon neue Geschichten von dir zu lesen. :)

  • Chylar

    Auch ich möchte mich einreihen und mit Begeisterung Dir sagen, dass sich Deine Geschichte toll liest und nach Fortsetzung schreit, sprich noch mehr Geschichten =)

    Weiter so, Bernd =) Und .. falls Du mal im Rentenalter eine Beschäftigung brauchst, nutze Deine kreative Ader und schreib ein Buch ! Das wird ein Fantasy Bestseller !! =)

  • Moewe

    Ich sehe mal über kleine, unscheinbare Bemerkung über die Gnome hinweg!Dir sei es verziehen, aber nur wenn du endlich mal ein Buch schreibst!!! BRAVO :D

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